Ökologische Grenzen
Klimawandel
Ziel: Senkung unserer Treibhausgasemissionen, Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels und Bereitstellung kohlenstoffarmer Lösungen für unsere Kunden
Die durch Treibhausgasemissionen verursachte globale Erwärmung wird Klimaveränderungen, einen Anstieg der Meeresspiegel sowie eine zunehmende Intensität und Häufigkeit extremer Wetterbedingungen mit sich bringen. Wichtigstes Klimagas ist Kohlendioxid (CO2), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe im Zuge der Energieversorgung für unsere Gebäude und Projekte sowie beim Transport von Personen und Materialien entsteht.
Die Besorgnis über den Klimawandel und die Treibhausgasemissionen ist heute stärker denn je. Es gibt immer stichhaltigere Nachweise dafür, dass eine zeitnahe und schnelle Senkung der CO2-Emissionen erforderlich ist, um die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Darüber hinaus enthält der Stern-Bericht zu den wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels Beweise dafür, dass die Vorteile eines schnellen und entschlossenen Handelns die durch Untätigkeit entstehenden wirtschaftlichen Kosten bei Weitem aufwiegen. Die Senkung der Emissionen und eine Anpassung unseres Lebensstils werden als wesentlicher Bestandteil in die politischen Strategien vieler Länder integriert, um dem Klimawandel zu begegnen. Gebäude und die Bauwirtschaft im Allgemeinen gelten als zentrale Bereiche, in denen CO2-Emissionen gesenkt werden müssen.
Abfall
Ziel: Verringerung der von uns erzeugten Abfallmenge und Nutzung von Abfall als Ressource
Beim Bau, bei der Instandsetzung und beim Abriss von Gebäuden, Straßen, Bahntrassen, Brücken, Tunneln und sonstigen Bauwerken entstehen große Mengen Abfall. Abfall stellt nicht nur ein Problem für die Umwelt dar. Wird auf unnötige Materialverschwendung verzichtet und während des Baus weniger Abfall erzeugt, besteht auch ein großes Kosteneinsparungspotential.
Der an unseren Standorten und im Rahmen unserer Projekte erzeugte Abfall ist in der unten aufgeführten Reihenfolge zu bearbeiten.
Schließlich war Abfall einmal eine Ressource mit hohem wirtschaftlichen Wert. Die in ihre Herstellung investierte Zeit und Energie sowie das Herstellungsmaterial gehen mit der Entsorgung verloren. Im Rahmen unseres Abfallmanagements müssen wir daher zunächst auf einen effizienten Einsatz der von uns erworbenen Produkte und Materialien achten, um Abfall zu vermeiden. Die Planung, Errichtung und der Betrieb von Infrastrukturen und Gebäuden sind bei uns auf einen Lebenszyklus ausgerichtet, bei dem die Abfallmenge minimiert wird und natürliche Ressourcen erhalten bleiben. Ein hilfreiches Dokument in diesem Zusammenhang ist die Norm BS ISO 15686-5:2008 Hochbau und Bauwerke – Planung der Lebensdauer – Teil 5: Kostenberechnung für die Gesamtlebensdauer.
Wasser
Ziel: Einschätzung und Verringerung unseres Wasserverbrauchs
Süßwasser wird in vielen Teilen der Welt zu einer immer knapperen Ressource, wodurch es zum Wettbewerb zwischen den Nutzern kommt (menschliche Gesellschaften und natürliche Ökosysteme). Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis zum Jahr 2025 2,8 Mrd. Menschen in 48 Ländern Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung haben oder unter Wassermangel leiden. Derzeit haben über 20 Prozent der Weltbevölkerung keinen Zugang zu sicherem Wasser, das als Trinkwasser, zur Körperhygiene oder im Haushalt genutzt werden kann.
Die genaue Berechnung des Wasserverbrauchs wird immer wichtiger. Hierzu müssen wir unseren Wasser-Fußabdruck bestimmen. Der Wasser-Fußabdruck wird definiert als die Gesamtmenge an Süßwasser, die für die Produktion von Gütern und Dienstleistungen, die von Einzelpersonen oder der Gemeinschaft genutzt werden, benötigt oder aber industriell produziert wird . Dies umfasst sowohl den direkten als auch den indirekten Wasserverbrauch, da Wasser ein grundlegender Bestandteil vieler Geschäftsprozesse ist und wir durch die Verwendung von Wasser Abwässer produzieren, die ebenfalls der Umwelt schaden können.
In unserem Fall geht es vor allem um das verbrauchte und weniger um das verschmutzte Wasser (Produktion von Ab- und Schmutzwasser).
Materialien
Ziel: Verantwortungsbewusste Beschaffung und Auswahl von Materialien mit geringeren Umweltauswirkungen
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) geht davon aus, dass 40 % der weltweiten Ressourcen in der Bauindustrie verwendet werden. Die Herstellung oder Verarbeitung einiger Baustoffe ist aufgrund der eingesetzten Verfahren mit hohen inhärenten CO2-Emissionen und/oder einem hohen inhärenten Wasserverbrauch verbunden. Durch die Instandhaltung, den Austausch und die Entsorgung derartiger Materialien können sich über die Gesamtlebensdauer zudem erhebliche Umweltfolgen ergeben. Ohne ein sorgfältiges Management könnte Holz beispielsweise aus illegaler Rodung oder schlecht bewirtschafteten Wäldern stammen, was zur Zerstörung der Regenwälder oder zur Bodendegradation beitragen würde.
Unsere Kunden erwarten zunehmend, dass ihre Infrastrukturen mithilfe von Materialien errichtet und instand gehalten werden, die über ihre Gesamtlebensdauer minimale Umweltauswirkungen haben und verantwortungsbewusst beschafft wurden.
Die Wiederaufbereitung von Bauschutt und sonstigen Abfallstoffen zur Verwendung in unseren Projekten minimiert die Nachfrage nach primären Baustoffen, sodass wir zum Erhalt dieser Materialquellen für zukünftige Generationen beitragen können.
Ökologie
Ziel: Schutz und Verbesserung ökologischer Ressourcen
Die bebaute Umgebung kann signifikante Auswirkungen auf die Ökosysteme in unserer Umwelt haben. Einige unserer Arbeiten finden am Rande sensibler ökologischer Systeme statt, wie z. B. regionalen und nationalen Reservaten, Naturschutzgebieten oder Orten von besonderem wissenschaftlichen Interesse. Der Lebensraum wild lebender Tiere sowie geologische Gegebenheiten werden zunehmend durch menschliche Aktivitäten geschädigt und bedroht. Die Erhaltung einer großen Vielfalt an Arten und Lebensräumen (gesunde Populationen und Artenvielfalt) gewinnt für unsere Kunden und die von unserer Arbeit betroffenen Gemeinschaften zunehmend an Bedeutung. In unserer Geschäftstätigkeit haben wir nicht nur die Möglichkeit, unsere Auswirkungen auf die ökologischen Ressourcen zu verringern, sondern diese auch durch eine bessere Planung, Entwicklung und Leitung neuer Bau- und Infrastrukturprojekte sowie ein besseres Management unserer Standorte und existierenden Gebäude zu verbessern.
Nicht nur im Rahmen unserer Projekte können wir einen positiven Beitrag zu den Ökosystemen vor Ort leisten. Es gibt viele Dinge, die wir auch an unseren Bürostandorten leisten können. Beispielsweise kann unser internes Büroumfeld durch Grünpflanzen verbessert werden. Darüber hinaus lassen sich Lebensmittelabfälle mithilfe von Wurmkulturen kompostieren und die Außengelände durch Programme zur Bepflanzung mit heimischen Pflanzen und die Schaffung zusätzlicher Lebensräume für Vögel und Fledermäuse durch Anbringung von Nistkästen verbessern.

